From
Scratch
Das DJ Handbuch
Ralf Niemczyk
Torsten Schmidt
Schon beim Ansehen
des Covers wird klar, worum es sich bei diesem Handbuch dreht.
Nämlich um Männer mit Ziegenbärtchen und ansetzendem
Schwimmring, nichts für die Augen also. Aber das soll es ja auch
gar nicht sein, hier geht`s um knallhartes Buisness. Mit dem Mobiltelefon
in der Hand verhandelt der DJ schon beim Auflegen den nächsten
Gig.
"Zum Alltag eines DJ`s gehören eben gewisse Grundkenntnisse
aus den Bereichen Technik, Recht und Geschäft." (S.14)
Liest man dann auf der dritten Seite worüber dieses Buch handelt,
wird endgültig klar, dass ich als Frau da nix zu suchen habe -
13 männliche DJ`s und Soundsystem`s stehen, den immer wieder bis
zum Abwinken zitierten, Kemistry&Storm gegenüber. Nicht, dass
sie es nicht verdient hätten, immer und immer wieder genannt zu
werden, aber langsam wird`s langweilig. Immer schon hat es Vorzeigefrauen
gegeben. Im Folkrockgenre war es Janis Joplin, beim Punk Blondie und
bei den DJ`s sind es halt eben Kemistry&Storm, schnarch!!!
Inhaltlich ist das Buch nicht besser als das Handbuch "Wie werde
ich ein guter Gitarrist" oder so ähnlich von Peter Bursch.
Wir erinnern uns: endloses Gitarrengewichse auf den immer gleichen Bluesscalen,
extrem langweilige Solis, aber perfekt gespielt. Wie Sylvia Juncosa
damals schon sagte: "Lick my Pussy, Edie Van Halen!" Vielleicht
sind jetzt einige von euch peinlich berührt, weil sie glauben,
das doch endlich hinter sich gelassen zu haben. Aber nein, jede Zeit
und jedes Genre produziert die gleichen peinlichen Unnötigkeiten.
So ist auch dieses Buch überflüssig, genauso wie diese extrem
unsexy daher kommenden fettlaibigen (siehe Westbam, 35 Jahre alt, sieht
aber aus wie 50) pickligen DJ`s mit Bart, die ihren Arsch nicht zu ihrer
Musik bewegen können, es aber von ihrer Tanzfläche verlangen.
Techniker und Whitelabel-Fetischisten, die nicht wirklich wissen, was
sie da tun...................
"Sachen zum Nachmachen wie in einem Kochbuch", verspricht
dieses Handbuch, und weiter: "Wobei man nie vergessen sollte, dass
man auch nicht sofort ein erfolgreiches Restaurant eröffnet, wenn
einem zum dritten Mal hintereinander ein Coq au Vin gelingt." (S.15)
Also, Sista`s, lasst die Finger von dem Buch. Es ist weder von noch
für euch geschrieben. Probiert lieber selber aus, worauf ihr Lust
habt, und traut euch damit raus (wenn Mann euch lässt).
Luka Skywalker
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